Der Amokl?ufer aus Winnenden ist bei einer Schie?erei mit der Polizei ums Leben gekommen. Bei dem Schusswechsel in einem Supermarkt im 40 Kilometer entfernten Wendlingen wurden nach Polizeiangaben zwei weitere Menschen get?tet. Zuvor hatte der Amoklauf des 17-J?hrigen 13 Menschen das Leben gekostet. Ein Kind starb am Nachmittag.
Der 17-j?hrige Amokl?ufer wurde bei einer Schie?erei im 40 Kilometer entfernten Wendlingen von der Polizei get?tet. Zuvor hatte er ehemalige Sch?ler noch zwei Passanten get?tet und zwei Polizisten schwer verletzt, teilten die Polizei Waiblingen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Der 17-J?hrige war mit einem Gro?aufgebot von 1000 Einsatzkr?ften gesucht worden, nachdem er in der Albertville-Realschule in Winnenden neun Sch?ler und drei Lehrerinnen erschossen haben soll. Unter den get?teten Lehrerinnen war dem Stuttgarter Polizeipr?sidenten Konrad Jelden zufolge auch eine Referendarin.

Polizei an der Albertville-Realschule Winnenden
Wie ein Polizeisprecher am Mittwochnachmittag mitteilte, starb eine schwer verletzte Sch?lerin Stunden nach der Tat in einem Krankenhaus. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten auf 17.
Nach Angaben der Polizei hatte der schwarz gekleidete T?ter um 9.30 Uhr die Schule betreten und w?hrend des Unterrichts um sich geschossen. Danach fl?chtete er und erschoss einen Besch?ftigten des nahe gelegenen Krankenhauses f?r psychisch Kranke. ?Ich habe sechs bis sieben Sch?sse geh?rt. Ich darf meine Station nicht mehr verlassen?, sagte auch eine Sprecherin der Klinik.
Nach den Sch?ssen zwang der T?ter einen Mann, gemeinsam mit dessen Auto zu fl?chten. Auf der Fahrt in Richtung Wendlingen lie? er den Fahrer frei. Die Flucht fand ihr Ende bei einem Autohaus in Wendlingen, wo er sich schlie?lich auf dem Parkplatz eine Schie?erei mit der Polizei lieferte.
Der Amokl?ufer stammt aus Leutenbach im Rems-Murr-Kreis in der N?he von Winnenden. Die Realschule, die von 580 Sch?lern besucht wird, wurde nach dem Amoklauf evakuiert, das Gebiet weitr?umig abgesperrt.

Das Ende der Flucht an einem Autohaus im Industriegebiet von Wendlingen am Neckar
Nach Angaben von Kultusminister Helmut Rau (CDU) handelte es sich bei dem 17-J?hrigen um einen nach au?en ?v?llig unauff?lligen? ehemaligen Sch?ler der Albertville-Realschule. Er habe die Schule im vergangenen Jahr mit Mittlerer Reife abgeschlossen und danach eine Ausbildung begonnen. Der Jugendliche sei ?nie in irgendeiner Form? auff?llig geworden, betonte Rau. Offensichtlich habe er eine ?doppelte Identit?t? gehabt.
?ber sein Motiv konnte zun?chst nur ger?tselt werden, teilte auch die Polizei mit. Ob er sich m?glicherweise von dem Amoklauf im US-Bundesstaat Alabama, wo in der Nacht zu Mittwoch elf Menschen get?tet wurden, beeinflussen lie?, war zun?chst unklar. Die Eltern des Winnender Amokl?ufers besitzen laut Polizei legal Waffen. Ihr Haus wurde durchsucht. Der T?ter habe in erheblichem Ma?e Munition mitgenommen, sagte der Polizeipr?sident Jelden.
Die Beh?rden in Baden-W?rttemberg schalteten f?r besorgte Eltern eine Hotline unter der Nummer 0711/ 90440149.
Mehr als 15 Notfallseelsorger sind nach Angaben der w?rttembergischen evangelischen Landeskirche in Winnenden im Einsatz. Weitere Pfarrer st?nden auf Abruf bereit, sagte ein Sprecher der Landeskirche. ?Bei uns haben schon mehrere Familien ver?ngstigt angerufen, die nichts ?ber den Verbleib ihrer Schulkinder wissen oder ob sie sogar unter den Todesopfern sind?, sagte ein Kirchensprecher. Der Waiblinger Dekan Eberhard Gr?ner sei im Polizeipr?sidium und koordiniere mit. ?Es herrscht derzeit ein totales Chaos, so etwas habe ich noch nie in meiner Amtszeit erlebt?, sagte der Sprecher.